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Informationsseite für Fachinformatiker

Alle hier verfügbaren Informationen sind NICHT rechtsverbindlich. Es gelten die Prüfungsordnung und sonstigen Bestimmungen. Die Seite soll lediglich eine Orientierungshilfe sein.

Abschlussprüfung Allgemeine Informationen

Informationen zur Abschlussprüfung als Fachinformatiker/in Systemintegration können auf der IHK-Frankfurt-Seite nachgeschlagen werden.

Für den Fall, dass die Seite nicht erreichbar ist, kann folgender Weg händisch genommen werden 1):

http://www.frankfurt-main.ihk.de/ 
-> Themen
-> Aus- und Weiterbildung
-> Ausbildung 
-> Ausbildungsberufe (mittlerer Bereich) mehr 
-> Ausbildungsberuf auswählen über Dropdown-Menü
-> Fachinformatiker/in Systemintegration

Dort kann man u.a. die Prüfungstermine (Zwischenprüfung und Abschlussprüfung), das Merkblatt zur Projektarbeit, die Bewertungsmatrix, Bewertungsbogen sowie den Ablaufplan Abschlussprüfung als PDF herunterladen.

HINWEIS: Für Prüflinge der IHK-Frankfurt empfehle ich das Studium des Merkblattes, des Bewertungsbogen und der Bewertungsmatrix. Warum? Diese Dokumente werden bei der Bewertung das Projektarbeit zu Grunde gelegt. Aus dem Merkblatt lassen sich wertvoll Hinweise für die Erstellung des Projektantrags sowie der Projektdokumentation entnehmen. Aus dem Bewertungsbogen lässt sich die Gewichtung der einzelnen Teile entnehmen. Und die Bewertungsmatrix enthält die Abstufungen (ähnlich wie Notenstufen), nach denen die Aspekte gemäß ihres Umsetzungsgrades bewertet werden.

Ablauf der Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung setzt sich aus drei Teilen schriftliche Prüfung, Projektarbeit/Doku und Präsentation/Fachgespräch zusammen. Der zeitliche Ablauf kann dem Ablaufplan sehr gut entnommen werden.

HINWEIS: Die Anmeldung erfolgt nicht automatisch! D.h. der Betrieb/Auszubildende hat sich selbstständig bei der IHK anzumelden.

Der Projektantrag

Nach der Anmeldung stellt sich für viele Auszubildende die Frage: „Was soll ich als Projekt machen?“ Hier kann das Merkblatt Hinweise geben. Ein Projekt sollte die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Einzigartigkeit (keine reine Routinetätigkeit)
  • Zeitliche begrenzt (max. 35h)
  • Fachlichkeit im Sinne einer Systemintegration wiederspiegeln

Der letzte Teil ist oftmals der Schwierigste. Was ist ausreichend? Wie komplex darf ein Projekt sein? Ich versuche dies mit Beispielen deutlich zu machen:

Negativbeispiel: Es soll ein Standalone-Standard-Windows-Server installiert werden, auf dem ein Web-Server und ein SQL-Server läuft. Die Datenbank und die Web-Inhalte werden von einem anderen Team zum späteren Zeitpunkt eingespielt und getestet.

Hier fehlt der integrative Charakter und die fachliche Tiefe. Ein Windows-Server ist durch entsprechende Installationsassistenten innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt. Da weiter keine Arbeiten verrichtet werden, wäre ein solchen „Projekt“ nicht ausreichend. Die wesentlichen Arbeiten werden zu allem Überfluss auch noch von anderen Personen vorgenommen.

Positivbeispiel: In eine bestehende Server-Landschaft sollen neue Windows-Server integriert werden. Auf Netzwerkebene wird ein neues Konzept erarbeitet, um die administrativen Zugänge zu allen Servern per VLAN von den Nutzerzugriffen abzuschotten. Die Server haben unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen (Web-Server, SQL-Server, AD), die gemeinsam einen Dienst zu erbringen haben. Der gesamte Aufbau wird im Anschluss getestet.2)

Hier existiert bereits eine Server-Landschaft, d.h. man muss erstmal analysieren, was vorhanden ist. Danach muss geplant werden, wie die Zugriffe per VLAN geregelt werden. Weiterhin müssen die neuen Server miteinander „bekannt“ gemacht werden, also so konfiguriert werden, dass der zu erbringende Dienst funktioniert. Ggf. kann man noch die Beschaffung der Anlagen in das Projekt aufnehmen, um einen betriebswirtschaftlichen Anteil zu erhalten.

Die schriftliche Abschlussprüfung Teil B

Die schriftliche Abschlussprüfung findet zentral statt. Die Termine können der IHK-AKA Seite entnommen werden. Die schriftliche Abschlussprüfung setzt sich aus drei Teilen zusammen.

  • Ganzheitliche Aufgabe 1 (GA1) 90 min.
  • Ganzheitliche Aufgabe 2 (GA2) 90 min.
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) 60 min.

Die Gewichtung liegt hier bei jeweils dem Doppelten Anteil für GA1 und GA2 gegenüber des WiSo-Teils.

$\frac{(2 \cdot GA1 + 2 \cdot GA2 + WiSo)}{ 5} = \text{Punktzahl Teil B}$

Die mündliche Abschlussprüfung Teil A

Die „mündliche“ Abschlussprüfung setzte sich aus den folgenden Teilen zusammen:

  • Projektarbeit (Projektdokumentation)
  • Präsentation der Projektarbeit
  • Fachgespräch

Die Präsentation und das Fachgespräch gehen über ca. 30 min. Dabei präsentiert der Prüfling zunächst sein Projekt. Im Anschluss werden während des Fachgesprächs vom Prüfungsausschuss Fragen gestellt. Diese beziehen sich meistens auf das Projekt selbst. Können aber auch andere relevante Themen betreffen.

Dieser Teil stellt 50% der gesamten Abschlussprüfung dar und findet in der Regel in den letzten 3-4 Wochen vor Halbjahresende statt.

Frohes Schaffen und viel Erfolg!

1)
Stand: 08.04.2016
2)
Sollte ich in irgendeinem Projektantrag diesen Text wiederfinden, rollen Köpfe!! ;-)

Ergänzungen

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lager/pruefung.txt · Zuletzt geändert: 07.09.2017 19:17 (Externe Bearbeitung)